Quer durch den Kupfergürtel

Für den Open-Access-Sammelband Across the Copperbelt habe ich die Geschichte der Serve Zambia Foundation aufgeschrieben. Die Stiftung wurde Anfang der 2000er Jahre als Hauspflegeinitiative im Kontext der HIV/AIDS-Epidemie gegründet. Wie viele andere private Initiativen übernahm die Stiftung ein ehemals von der angrenzenden Mine betriebenes Gebäude der sozialen Wohlfahrt: eine alte Bergbauklinik. Ausgelöst durch die Reprivatisierung des sambischen Kupfersektors wurde die Klinik in Prozessen post-industriellen Zerfalls zurückgelassen. Mit Blick auf die koloniale und industrielle Geschichte Luanshyas zeichnet mein Kapitel am Beispiel der Stiftung die sozialen und materiellen Veränderungsprozesse in der ehemaligen Bergbau-Township Mpatamatu nach.

Sprich Freund und tritt ein?

Während meiner Feldforschung in Sambia wollte ich die gemeinsame Arbeitswelt von chinesischen und sambischen Bergleuten auf dem Kupfergürtel studieren. Nach einem halben Jahr der Netzwerkarbeit in sambischen Behörden, Ministerien und mehreren Botschaften musste ich mein Forschungsthema ändern. Ich war nicht der erste Wissenschaftler, dem seitens der Kupferindustrie der Forschungszugang verwährt wurde. Meine eigenen Erfahrungen nahm ich zum Anlass eine Geschichte des Forschungszugangs in der ethnographischen Feldforschung Sambias zu schreiben. Mein roter Faden war dabei die Frage, wie Forschungszugang und sozialanthropologische Wissensbildung miteinander zusammenhängen. Im Juni 2020 erschien mein Artikel im Journal of Southern African Studies

Stiftung Asienhaus

Seit April 2019 arbeite ich im China-Programm der Stiftung Asienhaus. Ich bin durch spannende und herausfordernde Monate seitdem gegangen. Zusammen mit meiner Kollegin habe ich den letzten Durchgang des EU-China NGO Twinning Programms betreut. Nach sieben Jahren geht dieses einzigartige Austauschprogramm für chinesische und europäische zivilgesellschaftliche Organisationen zu Ende. Wir haben intensiv daran gearbeitet zivilgesellschaftliche Räume für einen konstruktiven Dialog zwischen chinesischen und europäischen Organisationen offen zu halten. Die „Neuen Seidenstraßen“, engl. Belt and Road Initiative (BRI), und ihre Auswirkungen auf Organisationen in Chinas südostasiatischen „Partnerländern“ wurde zu meinem Fokus. Neben dem neuen Job bin ich dabei die Ergebnisse meiner Feldforschung in Sambia zu veröffentlichen. Ein erster Artikel soll im zweiten Quartal 2020 im Journal of Southern African Studies erscheinen.

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