Christian Straube

Willkommen auf meiner Webseite! Hier finden Sie Informationen zu mir, meinen Forschungsinteressen und bisherigen Arbeit, sowie meinem Hobby der Fotografie.

Vieles was Sie hier lesen, nimmt seinen Ausgangspunkt in meinem Jahr als AFS-Austauschschüler in Malaysia 2001. Dort kam ich zum ersten Mal mit „China“ in Kontakt: den mir damals unverständlichen Schriftzeichen, der Geschichte der Auslandschinesen in Südostasien, ihren kulturellen und religiösen Praktiken. Mein Interesse an China führte mich 2005 nach dem Abitur am St. Benno-Gymnasium in Dresden an die Sinologie des Zentrums für Ostasienwissenschaften der Universität Heidelberg. Von 2008 bis 2009 studierte ich mit einem DAAD-Stipendium an der Tsinghua-Universität in Peking. 2012 schloss ich mein Studium mit einer Arbeit über den Einfluss der Auslandschinesen in Britisch-Malaya auf die Xinhai-Revolution 1911 ab.

Ich folgte „China“ auf den afrikanischen Kontinent. 2011 führte mich eine Reise über Land von Dar es Salaam (Tansania) über Lusaka (Sambia) nach Harare (Simbabwe). In meiner Dissertation wollte ich mich dem Forschungsbereich „China-Afrika“ widmen. Ich interessierte mich insbesondere für die chinesischen Unternehmen in Sambias Kupfersektor und deren Beziehung zur sambischen Arbeiterschaft. Meine Promotion am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung von 2014 bis 2018 sollte eine ethnografische Studie der Konflikte und Integrationsprozesse im Kontext chinesisch-sambischer Zusammenarbeit im Bergbau werden. Die Zugangshürden während meiner Feldforschung von 2015 bis 2016 waren jedoch unüberschreitbar. Ich musste mein Projekt neu ausrichten. Mein Fokus wurden die sozio-ökonomischen und räumlichen Dimensionen kolonialer Beständigkeit, die ich anhand der ehemaligen Bergbau-Township Mpatamatu in Luanshya erforschte. 2018 reichte ich meine Dissertation ein und verteidigte sie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Momentan arbeite ich an der Veröffentlichung.

Während meiner Zeit an der Sinologie der Universität Heidelberg arbeitete ich erst als wissenschaftliche Hilfskraft und später als Teamleiter in der EDV-Abteilung des Zentrums für Ostasienwissenschaften. In dieser Zeit entwickelte ich ein besonderes Interesse für den Komplex „Digital Humanities“ und die Bereitstellung digitaler Ressourcen in der Sinologie. Zahlreiche Datenbank- und Webseitenprojekte habe ich seither betreut. In der vorlesungsfreien Zeit war ich häufig als Leiter für Begegnungsreisen nach China und Taiwan unterwegs. In diesem Sinne habe ich mich bisher zwischen Forschung und EDV, China und Afrika, Kulturbegegnung und Bewusstseinsschaffung für die globalisierte Welt von heute bewegt.